Das Erlebnis
Aus dem Wunsch heraus, nicht ständig am Handy zu kleben, habe ich mir zum Geburtstag eine Digitalkamera gewünscht. Eine einfache Point-and-Shoot, unkompliziert in der Handhabung, am besten im lässigen Retro-Charakter, wie die, die mein Papa zu seiner Zeit benutzt hatte.
Wenn ich jetzt ein Bild mit der Kamera aufnehmen möchte, dann bin ich bewusst in dem Moment. Ich fotografiere nicht mehr aus Gewohnheit, sondern vielmehr aus Wertschätzung. Achtsamer und langsamer. Und mein Handyspeicher dankt es mir auch.
Warum war das so gut?
Die Digitalkamera ist ein Werkzeug mit klarer Aufgabe: sehen, positionieren, auslösen. Ihre begrenzten Möglichkeiten lassen keine Ablenkung zu wie mein Handy.
In einer Zeit, die sich permanent beschleunigt, fühlt es sich gut an, Momente bewusst festzuhalten, statt sie schnell zu schießen und gleich wieder zu vergessen. Die Kamera entschleunigt meinen Blick und macht das Fotografieren wieder zu einer Handlung mit Bedeutung – für mich eine stimmige Verbindung aus Kreativität und Achtsamkeit.